Konzept für eine mobile Versorgung im ländlichen Raum am Beispiel des Lungaus

Konzept für eine mobile Versorgung im ländlichen Raum am Beispiel des Lungaus

Ausgangslage

Die 15 Gemeinden im Lungau mit ihren Dörfern bzw. Siedlungen werden mit einem ausgeklügeltem Liefersystem beliefert. Die bestellten Waren werden vom MOKOMA (Mobiler-Koop-Markt) in Paketboxen in den Gemeinden oder an Hofläden / Dorfläden geliefert. Betrieben soll der MOKOMA von einem Verein werden. Mitglieder des Vereins sollen Produzenten, Gemeinden und privat Personen sein. Beliefert wird der MOKOMA von lokalen Produzenten als auch von Großhändlern. Bestellungen können über den eigenen Online-Shop oder telefonisch erfolgen. Bezahlung soll über Barzahlung oder auch über Kartenzahlung erfolgen. Für die Aufstellung und Erhaltung der Boxen ist die jeweilige Gemeinde zuständig. Die Entleerung der Boxen für nicht abgeholte Waren liegt gemeinschaftlich bei den Gemeinden und dem Verein.

Bestellsystem

Die benötigten Waren können über den eigenen Webshop oder telefonisch bestellt werden.

Trägerverein

Der MOKOMA wird als Verein betrieben. Mitglieder des Vereins sind Lieferanten / Produzenten, Gemeinden, Vereine und privat Personen.

Zweck des Vereins ist, Sicherstellung der Versorgung im ländlichen Raum.

Abholstellen

Abholstellen sind Orte an die die Bestellungen / Pakete hinterlegt werden.

Diese Orte müssen leicht zugänglich und wetterfest sein.

  • Gemeindeeigene Räumlichkeiten
  • Leerstehende Räume (Aufgelassene Geschäfte, …)
  • Hofläden / Dorfläden
  • Gast-, Wirtshäuser
  • Bauernhöfe
  • Boxen (mit Kühlung)
  • Micro-Shop

Liefersystem

Zustellung zu Boxen, Hofläden, Dorfläden und bei Einzelfällen auch Hauszustellung.

  • Fahrgemeinschaft: Mitglieder transportieren die Pakete im Rahmen ihrer Arbeitswege von der Sammelstelle zu den Abholstellen (Boxen, Hof-, Dorfläden)
  • Nutzung von bestehenden Transporten (Milchwagen)
  • Nutzung von Öffis
  • Post

Zur Unterstützung der Logistik wird ein SW-Programm eingesetzt.

Finanzierung

Der Verein wird aus Mitgliedsbeiträgen und Subventionen finanziert, sowie aus der Differenz zwischen EK- und VK-Preis, wobei der VK-Preis nicht höher ist als in einem Geschäft. Zusätzlich wird pro Bestellung eine Lieferpauschale eingehoben.

Zentrales Lager / Sammelstelle

Die bestellten Waren werden zur Sammelstelle geliefert und für die Auslieferung zusammengestellt.

Zahlungssystem

Es soll eine leicht verständliche Zahlungsmethode angeboten werden.

  • Kartenzahlung (Kreditkarten, Debitkarten)
  • Gutscheinkarten (Vereinseigene Debitkarte)
  • Banküberweisung / Lieferschein
  • SEPA – Bankeinzug
  • Barzahlung (eingeschränkt möglich)